Anonyme Bestattung

ASGARD | Anonyme Bestattung - Namensstele der UrnenGemeinschaftsAnlage auf dem Rostocker 'Neuen Friedhof'
Urnen-Hain

Eine 'Anonyme Bestattung' ist eine Beisetzung ohne ein individuelles Grabzeichen. Ihre letzte Ruhe finden die Verstorbenen dann meist in einer UrnenGemeinschaftsAnlage, wobei den genauen Beisetzungsort nur die Verwaltung des Friedhofs kennt. Die namentliche Nennung erfolgt häufig auf Namensstelen.

 

Meist ziert ein künstlerisch ansprechendes Denkmal den Urnenhain, gepflegt von der Friedhofsverwaltung.

Individueller Grabschmuck wird an eigens dafür eingerichteten Blumenarealen abgelegt.

Formen der 'Anonymen Bestattung'

Anonyme Bestattungen sind als Erdbestattung, Feuerbestattung oder auch als Seebestattung möglich, wobei die Feuerbestattung überwiegt.

Eine nur in Rostock mögliche Form der 'Anonymen Bestattung' stellt die "Rostocker Streuwiese" dar. Interesse findet auch zunehmend die anonyme Seebestattung. Seit einiger Zeit ist auch die Bestattung auf Waldfriedhöfen möglich, wie beispielsweise dem Ruheforst in der Rostocker Heide.

 

Verbreitungsgrad der "Anonymen Bestattung"

"Anonyme Bestattungen" erreichen auf manchen norddeutschen Friedhöfen mittlerweile über 25 %. Tendenz steigend. Als Ursachen dieser Entwicklung werden günstigere Kosten, der Wegfall der individuellen Grabpflege, der Rückgang familiärer Bindungen sowie die wachsende gesellschaftliche Mobilität genannt.

 

Anonyme Bestattung - gut bedenken

Der Entschluss zu einer "Anonymen Bestattung" will gründlich bedacht sein. Nicht selten wird den Hinterbliebenen erst nachträglich schmerzlich bewusst, dass die namenslose Bestattung die Trauerbewältigung erschwert, da es keinen individuellen Ort der Zwiesprache gibt.

 

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